Gifte und Gase (Luftschadstoffe)

Die Raumluft ist vielfach ein Problem der richtigen Belüftung. Über die Belüftung hinaus kann die Raumluft aber nur so gut sein, wie es die darin befindlichen Materialien zulassen.

Künstliche Baustoffe, Farben, Lacke, Klebstoffe, Lose, Holzschutz-, Reinigungs-, Desinfizierungs-, Konservierungsmittel, Ausdünstungsgase aus Bodenbelägen und Spanplatten geben der Luft in einem geschlossenen Raum ihre ganz individuelle Prägung, auch dann, wenn absolut nichts zu riechen ist. Irgendwann machen sich die vielfach schädlichen Auswirkungen im Körper kund als Kopfschmerzen, Depressionen, Angstzustände, Schwindelgefühle, Bindehautentzündungen, rheumatische Beschwerden, Sprachstörungen, Zittern der Gliedmaßen, Antriebsstörungen, gynäkologische Beschwerden, Fehlgeburten, Missbildungen bis hin zum Krebs, Herzinfarkt u. a. ernsthaften bis lebensbedrohenden Krankheiten.

E gibt über hunderttausend chemische Substanzen, die mittlerweile hergestellt und verarbeitet werden und in unterschiedlichster Form in den Handel gelangen. Wir alle kennen diese Zeichen, die uns auf bestimmte Gefahren hinweisen:

Die meisten dieser Substanzen bleiben für den Endverbraucher namenlos, was nicht heißt, dass sie nicht auch wirkungslos wären. Einige dieser Substanzen hingegen sind wohlbekannt und z. T. durch handfeste Skandale in Verruf geraten, so z. B. PCP und Lindan durch den Holzschutzmittelprozess.

Mit den leichtflüchtigen Schadstoffen kann man verhältnismäßig einfach umgehen:

Wenn das belastete Material entfernt wird, verschwinden auch die Schadstoffe!

Das trifft zu für alle Lösungsmittel (VOC, Aldehyde, Alkohole, Amine, Ether, Ester, Glykole, Isocyanata, Ketone und Terpene sowie aliphatische, aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe) wie z. B. Benzol, Formaldehyd, Perchlorethylen, Styrol, Toluol, Trichlorethylen, Vinylchloried, Xylol oder Kohlenmonoxid.

Zu finden in: Kunststoffen, Kleber, Farben, Spanplatten, Bauteilen, Möbeln, Schuhen, Kleidern ...

Ganz anders verhält es sich bei den schwerflüchtigen Schadstoffen:

Die Entfernung des ursprünglich belasteten Materials allein reicht nicht aus, da die Materialien in der Umgebung ebenfalls die Schadstoffe aufgenommen haben!

Es handelt sich dabei um Biozide (Insektizide, Fungizide, Pestizide, Herbizide) bzw. Teppich-, Leder-, Flamm- und Holzschutzmittel wie z. B. Pentachlorphenol (PCP), Lindan, Chlordan, DDT, Dichlofluanid, Dichlorphos, Endosulfan, E 605, Permethrin und andere Pyrethroide, PAK, PCB und Weichmacher.

Zu finden in: Kunststoffen, Dichtungen, Holzschutz-, Leder- und Teppichschutz ...

Wenn Sie gesundheitlich Probleme oder den Verdacht haben, dass sich in Ihrem Haus irgendwelche Schadstoffe befinden könnten, kommen Sie auf mich zu.

Mit den unterschiedlichen Mess- und Analysemöglichkeiten kommen wir gemeinsam den Problemen auf die Spur.

Durch eine Hausstaubanalyse kann festgestellt werden, ob in dem betreffenden Raum schwerflüchtige Schadstoffe verarbeitet wurden.

Eine Materialanalyse zeigt, ob Materialien direkt mit Schadstoffen behandelt oder bei der Fertigung Schadstoffe mit verarbeitet wurden.

Mit der Raumluftanalyse lässt sich feststellen, ob sich Schadstoffe in der Atemluft befinden

und schließlich kann eine medizinische Analytik Aufschluss geben, ob Biozide oder andere Schadstoffe in den Körperflüssigkeiten (z. B. Blut, Urin, Muttermilch) enthalten sind.

Welche Untersuchungsmethode angebracht und welche Sanierungsmaßnahmen notwendig sind, ist von Fall zu Fall verschieben.

Gemeinsam aber ist allen Sanierungen, die ich kenne: In allen Fällen hat die Beseitigung schädigender Materialien zu einer deutlichen Gesundheitsverbesserung oder sogar entscheidend mit zur Heilung geführt.

Baubiologie Krumscheid

Renate Krumscheid - Baubiologin IBN, Brunnenweg 6, 56589 Niederbreitbach-Bürder
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